Wenn Holzprozesse digital zusammenwachsen: SAP in der Holzindustrie
Die österreichische Holzindustrie stellt besondere Anforderungen: schwankende Rohstoffqualitäten, komplexe Produktionsprozesse, internationale Standorte und eine Vielzahl spezialisierter Anwendungen müssen zuverlässig zusammenspielen.
Unsere Case Study zu Mayr-Melnhof Holz macht deutlich: Erfolgreiche Digitalisierung braucht nicht nur Technologie, sondern klare Prozesse, stabile Schnittstellen und gute Zusammenarbeit.
In diesem Artikel erfahren Sie:
– wie SAP S/4HANA ein stabiles Fundament für komplexe Holzprozesse schafft.
– Spezialisierte Systeme erweitern SAP dort, wo branchenspezifische Anforderungen entstehen.
– Bidirektionale Schnittstellen sorgen für durchgängige Datenflüsse.
– Erfolgreiche Projekte verbinden Technologie, Prozessverständnis und partnerschaftliche Umsetzung.
Wissen Sie, was SAP alles für Sie tun kann?
Warum benötigt die Holzindustrie spezialisierte ERP-Lösungen?
Kein Baum wächst wie der andere. Und auch in der Holzindustrie gleicht kaum ein Prozess dem nächsten. Rohstoffqualitäten variieren, Standorte haben unterschiedliche Anforderungen. Vom Einkauf und der Holzernte über Säge, Zuschnitt und Trocknung bis zur Lagerung und Auslieferung greifen zahlreiche Prozessschritte ineinander. Daten müssen vom Einkauf über die Fertigung bis zur Logistik zuverlässig verfügbar sein und Einkauf, Lager, Logistik, Vertrieb, Finanzwesen und Planung miteinander verbinden. Genau deshalb braucht Digitalisierung in dieser Branche mehr als Standardlösungen. Sie muss Systeme verbinden, Datenflüsse vereinfachen und branchenspezifische Abläufe verständlich machen.
Ein modernes ERP-System schafft dafür eine gemeinsame Datenbasis.
Wir von scc freuen uns, bereits viele erfolgreiche Projekte mit Kunden aus der Holzbranche begleitet und abgeschlossen zu haben. Dazu zählen unter anderem die Österreichische Bundesforste AG, Mayr-Melnhof Holz, HS Timber und Binderholz. Die Aufgabenstellungen waren dabei so unterschiedlich wie die Unternehmen selbst: von forstlicher Planung über Analytics-Projekte und SAP-Neuimplementierungen bis hin zu Finanzwesen, Einkauf, Logistik und laufendem SAP-Betrieb.
Wie SAP in der Holzindustrie besonders viel bewegen kann
SAP S/4HANA kann hier als stabiles digitales Fundament dienen. Es schafft eine gemeinsame Basis für zentrale Geschäftsprozesse und unterstützt Unternehmen dabei, Transparenz, Effizienz und Steuerbarkeit zu erhöhen. Entscheidend ist jedoch, dass SAP nicht isoliert betrachtet wird. Gerade in der Holzindustrie kommt es darauf an, SAP mit spezialisierten Lösungen für Produktion, Lager, Logistik, Einkauf oder Optimierung sinnvoll zu verbinden.
Wenn SAP S/4HANA mit spezialisierten Systemen für Fertigung, CAD oder Logistik zusammenspielt, werden Daten leichter nutzbar. Prozesse werden transparenter, Abstimmungen einfacher und Entscheidungen besser nachvollziehbar.
Welche Prozesse kann SAP in der Holzindustrie abbilden?
SAP kann zahlreiche zentrale Geschäftsprozesse eines Holzunternehmens in einer integrierten ERP-Landschaft abbilden. Dazu gehören unter anderem Einkauf, Produktion, Lagerverwaltung, Logistik, Vertrieb, Rechnungswesen und Controlling.
In der Produktion können auch branchentypische Abläufe berücksichtigt werden. Dazu zählen beispielsweise Prozesse in Sägewerken, beim Zuschnitt oder bei der Trocknung. Entscheidend ist dabei nicht nur die Abbildung einzelner Produktionsschritte, sondern die Verbindung mit den vor- und nachgelagerten Prozessen.
So können beispielsweise Materialbewegungen, Bestände, Produktionsaufträge, Kosten und Lieferprozesse miteinander verbunden werden. SAP S/4HANA bietet dafür integrierte Funktionen für Produktionsplanung und -steuerung sowie für weitere Supply-Chain-Prozesse.
SAP für Lager und Logistik in der Holzindustrie
Nach der Produktion müssen Holzprodukte gelagert, kommissioniert und transportiert werden. Gerade bei mehreren Standorten und internationalen Lieferketten entstehen dabei zahlreiche Schnittstellen.
Eine integrierte ERP-Lösung kann Lagerbestände, Materialbewegungen und logistische Prozesse mit Einkauf, Produktion und Vertrieb verbinden. Dadurch stehen relevante Informationen nicht isoliert in einzelnen Systemen zur Verfügung.
Auch große oder automatisierte Lager können Bestandteil einer integrierten Systemlandschaft sein. Bei einem scc-Projekt für Mayr-Melnhof Holz wurde beispielsweise ein großes Hochregallager an das SAP-System angebunden.
Damit wird deutlich: SAP in der Holzindustrie bedeutet nicht nur Produktionssteuerung. Auch Lager und Logistik sind zentrale Bestandteile einer durchgängigen digitalen Prozesskette.
Case Study Mayr-Melnhof Holz: Fit für weiteres Wachstum
Gemeinsam wurde SAP S/4HANA als Grundlage für weiteres Wachstum eingeführt.
Rechnungswesen, Controlling und Lagerwirtschaft, Holzverarbeitung
Im Zuge der internationalen Expansion von Mayr-Melnhof Holz wurde SAP S/4HANA als Grundlage für eine internationale ERP-Landschaft eingeführt. Dabei wurden verschiedene SAP-Module schrittweise in mehreren Unternehmensbereichen und an mehreren Standorten umgesetzt.
Neben klassischen Bereichen wie Rechnungswesen, Controlling und Lagerwirtschaft mussten auch typische Prozesse der Holzverarbeitung berücksichtigt werden.
Dazu gehörten unter anderem die Prozesse eines Sägewerks, der Zuschnitt und die Trocknung.
Auch ein großes Hochregallager wurde an das SAP-System angebunden.
Die Lösung wurde anschließend auch an Standorten in Deutschland und Tschechien ausgerollt.
Detaillierte Informationen zu unserem Kundenprojekt Mayr-Melnhof Holz finden Sie unter unseren Case Studies.
Wenn SAP mit spezialisierten Systemen zusammenspielt
In der holzindustriellen Fertigung arbeiten viele Unternehmen mit spezialisierten Softwarelösungen. Sie unterstützen zum Beispiel Produktionsplanung, Fertigungsoptimierung, Lagerverwaltung, Transportmanagement, Einkauf, Katalogprozesse oder Schnittstellenmanagement.
In Projekten unserer Kunden können dabei unterschiedliche Tools und Plattformen eine Rolle spielen. Dazu zählen etwa Timbertec für holzspezifische ERP-Prozesse, LOBSTER als Austauschplattform, OneBase MES von ABF für Fertigungsprozesse, Hörmann-Lagerverwaltungssysteme, Transporeon für Transportmanagement, Autopoll für Tankstellenverwaltung, DIG Einkaufs- und Katalogmanagement sowie SAP-Add-ons wie Optinex für Schnittoptimierung.
Wichtig ist: Diese Tool-Landschaft ist bewusst allgemein beschrieben. Die genannten Produkte zeigen, welche Arten von Systemen im holzindustriellen Umfeld relevant sein können. Sie werden hier nicht einzelnen Kunden oder konkreten Implementierungen zugeordnet.
Der Mehrwert entsteht vor allem dort, wo diese Systeme sauber miteinander verbunden sind. Eine moderne SAP-Landschaft muss solche Systeme deshalb nicht zwangsläufig ersetzen. Bidirektionale Schnittstellen zwischen SAP S/4HANA und spezialisierten Anwendungen sorgen dafür, dass Daten nicht mehrfach gepflegt werden müssen, Informationen schneller verfügbar sind und Prozesse über Systemgrenzen hinweg transparenter werden.
So wird aus vielen einzelnen Anwendungen eine integrierte Systemlandschaft, die den Arbeitsalltag erleichtert und Entscheidungen auf eine bessere Datengrundlage stellt.
Wenn Erfahrung zusammenwächst
Genau hier bringen wir als scc unsere Erfahrung aus SAP-Projekten, unser Prozesswissen und unsere Freude an guter Zusammenarbeit ein. Diese Prozesskompetenz endet nicht an den Grenzen einzelner Projekte oder Unternehmen: Auch innerhalb der scc-Unternehmensgruppe wird sie über verwandte Branchen hinweg geteilt – etwa durch unsere Schwestergesellschaft B&IT, die sich auf SAP-Beratung für die Metall-, Holz- und Papierindustrie spezialisiert hat.
Ausblick: Was weiter wächst
Die Holzindustrie bleibt in Bewegung. Steigende Anforderungen an Effizienz, Transparenz und nachhaltige Prozesse machen integrierte Systemlandschaften immer wichtiger.
Wir freuen uns, dass wir als scc bereits viele Kunden aus der Holzbranche auf diesem Weg begleiten durften. Und wir freuen uns auf alles, was noch wächst: neue Projekte, neue Ideen und digitale Lösungen, die Prozesse Schritt für Schritt besser machen.