Worauf zählen Sie?
Welche Connectors bleiben erlaubt und sinnvoll?
Auch nach der Abschaltung der RFC-basierten ODP-Zugriffe steht eine ganze Reihe rechtlich unbedenklicher Connectors zur Verfügung. Je nach Szenario eignen sich unterschiedliche Ansätze.
Der SAP Table Connector bleibt die solideste Option, wenn Tabellen oder Views direkt aus SAP ECC oder S/4HANA geladen werden sollen. Er arbeitet über das RFC-Framework, erfordert manuelle Delta-Mechanismen, liefert aber stabile Performance. Bei sehr großen Tabellen kann es zu Speicherproblemen beim Laden kommen – ein Problem, das man mit entsprechenden Anpassungen in seinen Pipelines jedoch umgehen kann. Insgesamt ist der SAP Table Connector im Moment sowohl aus rechtlicher Sicht als im Hinblick auf die technische Praxis die beste Alternative.
Wer direkt mit der HANA-Datenbank arbeitet, kann den SAP HANA Connector einsetzen. Dieser nutzt ODBC, ist extrem leistungsfähig und unterstützt auch komplexe Datenmodelle wie Calculation Views. In der Praxis bestehen jedoch technische Limitationen bei Standard-CDS-Views und für Rohtabellen wie z.B. ACDCOA sind teure SAP HANA Full Use Lizenzen notwendig.
Schließlich gibt es noch den OData Connector, der auf dem OData-Protokoll basiert und universell einsetzbar ist – besonders dann, wenn kleinere Datenmengen oder flexible API-basierte Abfragen benötigt werden. Seine Performance hängt stark von der SAP-seitigen Implementierung ab, dafür ist er vollständig compliant und zukunftssicher.
Auch nach der Abschaltung der RFC-basierten ODP-Zugriffe steht eine ganze Reihe rechtlich unbedenklicher Connectors zur Verfügung. Je nach Szenario eignen sich unterschiedliche Ansätze.
Der SAP Table Connector bleibt die solideste Option, wenn Tabellen oder Views direkt aus SAP ECC oder S/4HANA geladen werden sollen. Er arbeitet über das RFC-Framework, erfordert manuelle Delta-Mechanismen, liefert aber stabile Performance. Bei sehr großen Tabellen kann es zu Speicherproblemen beim Laden kommen – ein Problem, das man mit entsprechenden Anpassungen in seinen Pipelines jedoch umgehen kann. Insgesamt ist der SAP Table Connector im Moment sowohl aus rechtlicher Sicht als im Hinblick auf die technische Praxis die beste Alternative.
Wer direkt mit der HANA-Datenbank arbeitet, kann den SAP HANA Connector einsetzen. Dieser nutzt ODBC, ist extrem leistungsfähig und unterstützt auch komplexe Datenmodelle wie Calculation Views. In der Praxis bestehen jedoch technische Limitationen bei Standard-CDS-Views und für Rohtabellen wie z.B. ACDCOA sind teure SAP HANA Full Use Lizenzen notwendig.
Schließlich gibt es noch den OData Connector, der auf dem OData-Protokoll basiert und universell einsetzbar ist – besonders dann, wenn kleinere Datenmengen oder flexible API-basierte Abfragen benötigt werden. Seine Performance hängt stark von der SAP-seitigen Implementierung ab, dafür ist er vollständig compliant und zukunftssicher.
SAP Datasphere
Die von SAP in der SAP Note erwähnte und auch bevorzugte Lösung ist, auf die SAP Datasphere als Teil der SAP Business Data Cloud zu setzen. SAP Datasphere ermöglicht es Unternehmen, SAP- und Nicht-SAP-Daten von Quellsystemen in Zielsysteme (z.B. SAP Business Data Cloud oder Azure Storage Account, MS Fabric Lakehouse, etc.) zu laden. Auch diesen Weg konnte scc in verschiedenen Projekten bereits erfolgreich testen. Während die technische Machbarkeit durchaus gegeben ist, stellt sich für Kunden, die nicht auf die SAP Business Data Cloud setzen, die Frage, ob auf ein weiteres Tool zu setzen, um ihre SAP-Daten rechtlich sicher und technisch sauber in ihre Ziellandschaft zu bringen, wirklich der effizienteste und günstigste Weg ist. Wird hingegen auf SAP BDC gesetzt, kann Datasphere der optimale Weg sein.
SAP Mirroring in Microsoft Fabric: Ein Blick nach vorn
Mit Microsoft Fabric etabliert sich derzeit eine neue Plattform für Datenintegration und -analyse. Der kommende SAP Mirroring Connector wird hier eine zentrale Rolle spielen, weil er eine stabile und native Verbindung zu SAP-Systemen ermöglicht – ganz ohne zusätzliche Middleware. Auch wenn er kein echtes CDC-Verfahren unterstützt, bringt er eine einfache Handhabung und hohe Stabilität mit. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob er in Zukunft jene volle Flexibilität bieten wird, um SAP-Tabellen und Views deltafähig laden zu können, die bereits mit anderen Connectors möglich sind.
Das Entscheidende ist: Der Mirroring-Connector wird keine revolutionär neue Funktionalität bringen, sondern bestehende Möglichkeiten vereinfachen. Die Delta-Logik, die er intern nutzt, lässt sich schon heute mit den vorhandenen Connectors in Azure Data Factory oder Synapse oder MS Fabric nachbauen. Wer also bereits jetzt auf saubere und stabile Implementierungen setzt, ist bestens vorbereitet.
Looking ahead
Jetzt handeln - statt warten
Wer heute aktiv wird, profitiert morgen von stabilen, audit-sicheren und wartungsarmen Datenflüssen – und bleibt dabei vollständig compliant. Die Technologie ist bereit. Es geht jetzt darum, sie richtig zu nutzen.
Was Sie jetzt wissen müssen - FAQs:
SAP beendet die Nutzung der RFC-basierten ODP-Replikations-APIs durch Drittanbieter. Diese Schnittstellen waren bisher Grundlage vieler SAP-CDC-Connectors. Ab Juni 2025 sind sie technisch deaktiviert – Unternehmen müssen daher auf alternative, rechtssichere Connectors umsteigen.
Zulässig und praxiserprobt sind unter anderem der SAP Table Connector, der SAP HANA Connector und der OData Connector. Je nach Szenario bieten sie unterschiedliche Stärken – von hoher Performance über flexible Integration bis hin zu vollständiger Compliance.
Der Mirroring Connector ermöglicht eine stabile, native Verbindung zu SAP-Systemen in Microsoft Fabric. Er arbeitet mit sogenannten Watermark Columns statt klassischem CDC, ist einfach zu konfigurieren, aber derzeit noch weniger flexibel als bestehende Connectors.
Nein. Wer heute schon mit bestehenden, nicht RFC-basierten Connectors arbeitet, kann seine Datenintegration sofort compliant und performant gestalten. Neue Lösungen wie SAP Mirroring werden künftige Prozesse lediglich komfortabler machen – sie sind kein Muss für rechtssichere Implementierungen.
SAP Datasphere ist Teil der SAP Business Data Cloud und bietet ein zentrales Tool für Replikationsflüsse. Sie eignet sich besonders, wenn Unternehmen vollständig in der SAP-Cloud arbeiten. Für hybride Szenarien mit Microsoft-Technologien bleibt sie eine Option, aber nicht zwingend der effizienteste Weg.