Was ist SAP Integrated Business Planning?
SAP Integrated Business Planning, kurz SAP IBP, ist eine Cloud-Lösung, die interaktive, kollaborative Planungs- und Prognosefunktionen mit State-of-the-Art-Tools zur automatisierten Planungsunterstützung verknüpft. Das Programm kann sowohl operative und taktische als auch strategische und finanzielle Aspekte berücksichtigen und ist somit inzwischen weit mehr als nur ein Supply-Chain-Planning-Tool aus dem Hause SAP.
Und trotzdem liegt der Fokus dabei speziell auf der Supply-Chain, denn diese kann damit ganzheitlich betrachtet werden. Eine präzise Echtzeit-Planung – über Werks- und Abteilungsgrenzen hinweg – ist deshalb von so großer Bedeutung, weil sie in weiterer Folge kürzere Reaktionszeiten auf Schwankungen am Markt oder innerhalb des Unternehmens ermöglicht. Und das wird in bewegten Zeiten wie heute immer wichtiger.
Wer also auf ein solches Planungstool setzt, verschafft sich mitunter Wettbewerbsvorteile und erzielt mehr Resilienz, Transparenz und Nachhaltigkeit. SAP Integrated Business Planning hat neben Optimierungs- und Machine-Learning-Funktionalitäten auch ansprechende Analyse- und Reporting-Optionen in petto und erlaubt Hands-on-Was-Wäre-wenn-Simulationen. Zudem fördern umfassende Alerting-Funktionalitäten das frühzeitige Erkennen von herausfordernden Situationen und bilden damit auch die Basis für proaktives Handeln. Kurzum eine moderne, integrative Lösung für die mittel- und langfristige logistische Planung – und darüber hinaus. Und: Es ist allgemein einsetzbar und beschränkt sich somit nicht nur auf eine spezielle Branche.
Die Keypoints im Überblick:
1
Cloud-Lösung:
SAP IBP ist cloudbasiert und stellt eine perfekt integrierte Ergänzung zu SAP S/4HANA dar.
2
Single-Point-of-Truth:
Das „i“ in „IBP“ steht für „integriert“. Das heißt: Es handelt sich dabei um eine integrierte Planungslösung über Abteilungs- und Werksgrenzen hinweg anstelle von trägen, entkoppelten Planungssilos und Insellösungen. Somit greift jeder auf dieselbe Datenbasis zu.
3
Funktionsumfang:
Das Tool vereint Absatz- und Produktionsgrobplanung, Prognosen und Nachfrageplanung, Reaktions- und Beschaffungsplanung, bedarfsorientierte Wiederbeschaffung sowie Bestandsplanung in einer Lösung. Es erlaubt zudem eine interaktive, kollaborative Planung über die gesamte Supply-Chain hinweg.
4
Automatisierung:
SAP IBP zeichnet sich durch automatisierte, eng koordinierte Prozesse für die Supply-Chain-Planung aus und verfügt daneben über fortschrittliche Algorithmen sowie Planungs- und Analyseoptionen.
5
Simulationsoptionen:
Eine große Stärke des Tools besteht darin, Was-wäre-wenn-Analysen zu ermöglichen und damit mit geringem Aufwand vielfältige Szenarien zu simulieren.
6
Visualisierung:
Ein State-of-the-Art-User-Interface mit attraktiven Dashboards und vielfältigen Reporting-Möglichkeiten ist ein weiterer Vorzug dieser Lösung.
Eine Lösung, sechs Module
SAP Integrated Business Planning gliedert sich in sechs verschiedene Module. Das bei unseren österreichischen Kunden wohl verbreitetste Modul, welches zudem auch Grundfunktionalitäten aus „Demand“ und „Response & Supply“ beinhaltet, ist „Sales & Operations“. Denn damit ist bereits eine Grobplanung hinsichtlich der gesamten Supply Chain möglich. Ebenso bringt die Heuristik Mankos ans Licht und zeigt auf, wo es mittel- bzw. langfristig zu Engpässen oder anderen Problemen kommen könnte. Auch die zuvor bereits angesprochenen Was-wäre-wenn-Simulationen können damit erstellt werden. „Inventory“ ermöglicht wiederum eine mehrstufige Bestandsoptimierung. Es geht dabei darum, basierend auf Schwankungen in Hinblick auf Lieferzeiten oder auf das Bestellverhalten von Kunden, bestmögliche Pufferstrategien zu entwickeln. „Demand“ automatisiert hingegen die Absatzplanung und erstellt Forecasts für künftige Nachfragesituationen. Und „Response & Supply“ gewährleistet eine noch verfeinerte Sales- und Operations-Planung.
Die Module im Überblick:
5
IBP Demand-Driven Replenishment
6
IBP Supply Chain Control Tower
scc unterstützt beim Entscheidungs- und Implementierungsprozess
Welche Module für das eigene Unternehmen sinnvoll sind, kann nicht pauschal beantwortet werden. Bei diesem Entscheidungsprozess unterstützen wir Sie auf jeden Fall gerne – mit einer ungezwungenen Erst-Vorstellung oder mit unseren sich bereits mehrfach in der Realität bewährten weitergreifenden „Scoping Workshops“. Mit im Gepäck haben wir dabei Best Practices, Einsatzmöglichkeiten und Ideen. So erhalten Sie einen besseren Einblick und wissen, was alles möglich ist.
Denn eines ist klar: Das Tool ist mächtig und der größte Nutzen wird nur dann erzielt, wenn die Lösung perfekt abgestimmt auf Ihr Unternehmen implementiert wird. Als Wegbegleiter unterstützen wir Sie natürlich auch nach der Implementierung gerne bei der kontinuierlichen Verbesserung und Weiterentwicklung Ihrer Lösung.
Offen sein für Neues
Die Grundvoraussetzung hierfür ist, dass Sie dazu bereit sind, eventuell liebgewonnene Arbeitsweisen abzulegen und Dinge grundsätzlich neu zu denken. Ein großer Benefit: Die durch automatisierte Tools gewonnene Zeit kann zielgerichteter eingesetzt werden – in Zeiten von Fachkräftemangel ein fundamentaler Faktor.
Und überhaupt sind wir der Meinung: Überall dort, wo es Automatisierungs- und Effizienzsteigerungspotenzial gibt, sollte dieses auch gehoben werden.