Ein Transparent mit der Aufschrift Österreichisches Gesundheitsforum. Gastein steht im Freien mit verschneiten Bergen und einem teilweise bewölkten Himmel im Hintergrund. Das Sonnenlicht erzeugt einen Lens-Flare-Effekt.
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Auf dem Weg zum „Patient:innen-Gesundheitssystem“

Der neue Fachbereich innerhalb der scc group, die scc group for health­care, war Ende Oktober zum ersten Mal beim jähr­lichen Austrian Health Forum in Gastein dabei – die wahrscheinlich wichtigste Platt­form der Branche. Unsere Kolleginnen und Kollegen Bernhard Puscha, Maria Turo-Christiansen, Christian Uidl, Edgar Reiter und Wilken Möller von unserem Partner GITG haben uns dort vertreten. Eine wirklich tolle und gelungene Veran­staltung, die uns nicht nur die Mög­lichkeit gegeben hat, uns zu präsentieren – sondern auch, wertvolle Kontakte zu knüpfen.

Wenn innovative Ideen auf enga­gierte Menschen treffen

... entsteht Veränderung. Und genau das war beim Austrian Health Forum Gastein 2025 zu spüren. Über 200 Expert:innen, Entscheidungs­träger:innen und Gestalter:innen aus Gesundheit, Wirt­schaft und Politik kamen Ende Oktober in Bad Hofgastein zusammen, um die Zukunft des österreichischen Gesundheits­wesens zu diskutieren. Im Mittelpunkt: Prävention, Digitali­sierung und Effizienz – und damit die Frage, wie unser Gesundheits­system nachhaltiger, digitaler und menschlicher werden kann.

Von Beginn an war klar, dass die anstehenden Ver­änderungen nur im Schulterschluss aller Beteiligten gelingen können. Vertreter:innen aus Politik, Sozial­versicherung und Spitälern betonten die Notwendig­keit einer neuen Verant­wortungskultur – eines Systems, das Menschen stärkt, statt sie nur zu verwalten. Der Tenor: Es gibt genügend Ideen und Pilot­projekte, aber es fehlt an Mut zur Umsetzung. Es braucht Taten­drang, Gestaltungs­spielraum und den Willen, bereits vorhandene digitale Werkzeuge endlich konsequent einzusetzen.

Effizienz bedeutet Vertrauen

Wissen und Zeit. Teil dieser Diskussion war natürlich die scc group for healthcare. Bernhard Puscha hat im Plenum als Head vor allem über das Thema Effizienz im Spitals­bereich gesprochen – und darüber, was dieser Begriff im Gesundheits­kontext wirklich bedeutet. „Wenn wir von Ressourcen im Gesundheits­system sprechen, meinen wir nicht nur Budgets oder Infrastruktur“, bekräftigte er auch im Interview mit Die Presse. „Wir sprechen vor allem von Zeit, Wissen, Energie und Vertrauen. Effizienz bedeutet, diese Ressourcen optimal zu nutzen – zur Verbesserung der Kern­prozesse und zur Unterstützung von Ärzt:innen und Pflegepersonal.“

Bernhard machte deutlich, dass Technologie hier eine Schlüsselrolle spielt. Sie hat die Kraft, wertvolle Zeit freizusetzen und Abläufe zu vereinfachen. In modernen Spitälern laufen viele Prozesse über SAP-Systeme – oft unbemerkt, aber unverzichtbar. Von der Aufnahme über Materiallogistik und Personalmanagement bis zur Abrechnung steuern sie die komplexen administrativen Abläufe, die es überhaupt erst ermöglichen, dass die Versorgung reibungslos funktioniert.
„Stellen wir uns den Weg eines Patienten vor: Beim Erstkontakt werden alle notwendigen Daten erfasst – quasi eine digitale Visitenkarte für den Spitalsaufenthalt. Von der Diagnose bis zur Abrechnung wird jeder Schritt im SAP-System dokumentiert. Das klingt technisch, ist aber in der Praxis entscheidend: Es stellt sicher, dass keine Information verloren geht, dass Leistungen korrekt abgerechnet werden können, und dass Ärzt:innen und Pflegekräfte sich auf das Wesentliche konzentrieren können.“

Weniger Klicks, mehr Menschlichkeit

Wie stark kleine Optimierungen den Alltag verändern können, zeigte Bernhard an einem konkreten Beispiel: „Wenn eine Pflegekraft für das Anlegen eines Patienten nur noch acht statt neunzehn Klicks braucht, dann ist das – hochgerechnet auf den Klinikbetrieb – eine enorme Erleichterung. Es reduziert Stress, spart Zeit und verbessert die Interaktion mit den Patient:innen.“

Solche scheinbar kleinen Fortschritte entstehen durch kluges Prozessdesign – und genau hier setzen wir als scc group for healthcare an. Gemeinsam mit der GITG AG entwickeln wir Lösungen, die nicht nur technisch überzeugen, sondern auch den tatsächlichen Arbeitsalltag in Spitälern verbessern. Dabei geht es nicht darum, etwas völlig Neues zu erfinden, sondern Bestehendes intelligenter zu vernetzen und die Interoperabilität zu erhöhen.

„Wir messen die Qualität einer Software daran, wie schnell und fehlerfrei sie bedient werden kann“, so Bernhard. „Technologie ist ein Werkzeug – sie darf die Menschlichkeit im Gesundheitswesen nicht ersetzen, sondern muss sie stärken.“

AHF Gastein 2025

Die SAP-Transformation: Heraus­forderung und Chance

Ein großes Thema beim AHF war natürlich auch die anstehende SAP-Trans­formation. Der Support für die bisherigen „SAP ECC“-Systeme läuft bis 2030 aus – auch die bisher genutzte Lösung „IS-H“ für Patient:innenad­ministration und Abrechnung. Das betrifft alle Spitals­gesellschaften in Österreich.

„Für die Krankenhauslandschaft ist das ein gewaltiger Einschnitt“, betonte Bernhard. „Wir, die scc group for healthcare, sind als BBG-gelisteter Anbieter der Nachfolge­lösung GSH direkt in diesen Prozess eingebunden. Wir begleiten die Spitäler umfassend bei der Umstellung und bieten zusätzlich neue Funktionen, mehr Flexibilität und eine bessere Vernetzung zwischen den Systemen.“

Doch der technische Wandel ist auch eine große Chance: Er ermöglicht, Krankenhaus-IT neu zu denken – modular, sicher und zukunfts­fähig. „Wir wollen nicht einfach das Gleiche noch einmal aufbauen. Wir wollen Systeme schaffen, die sich an die Bedürf­nisse der Anwender:innen anpassen, nicht umgekehrt.“

Sicherheit als oberste Priorität

Bei allen Digitalisierungs­initiativen bleibt eines unverrückbar: Sicherheit. Krankenhaus­administration steht unter enormem Druck zwischen Effizienz, Qualität und Geschwindigkeit. „Verfügbarkeit und Verlässlich­keit sind dabei keine Kür, sondern Pflicht“, so Bernhard. „Ein Systemausfall ist schlicht undenkbar – der Betrieb muss jederzeit gewähr­leistet sein.“

Ebenso wichtig ist der Datenschutz. Im Gesundheits­wesen geht es um höchst sensible Informationen, die unter strengen rechtlichen Auflagen verarbeitet werden. „Sicherheit bedeutet also nicht nur technische Stabilität, sondern auch verant­wortungsvollen Umgang mit Daten. Beides ist die Basis für Vertrauen – und Vertrauen ist im Gesundheits­wesen das wertvollste Gut.“

Technologie als Wegbereiter eines menschlicheren Systems

Viele Patient:innen begegnen digitaler Transformation im Kranken­haus mit Skepsis. Die Sorge vor Entmensch­lichung ist verständlich – und trotzdem unbegründet, wenn Technologie richtig eingesetzt wird. „Unser Ziel ist ein menschlicheres Gesundheits­system, das durch Technologie unterstützt wird“, erklärte Bernhard. „Eines, in dem Pflegekräfte wieder mehr Zeit am Bett verbringen, Ärzt:innen sich auf Diagnosen und Gespräche konzentrieren können und Patient:innen sich gesehen fühlen. Technologie ist das Werkzeug, das uns dorthin bringt – sie darf die Menschlichkeit aber niemals ersetzen.“
Diese Haltung spiegelte sich auch in der Atmos­phäre des Forums wider. In Workshops, Podiums­diskussionen und Gesprächen wurde deutlich: Der Weg zum „Patient:innen-Gesundheitssystem“ führt über Kooperation, Kompetenz­aufbau und Vertrauen. Digitalisierung ist kein Selbstzweck – sie ist ein Organisations­prinzip, das Menschen befähigt, besser zusammenzuarbeiten.

Hinter den Kulissen: Austausch, Inspiration und Teamspirit

Für unser Team war das AHF-Gastein nicht nur eine Gelegenheit, unsere Expertise zu präsentieren, sondern auch ein inspirierender Ort des Austauschs. Zwischen Panels, Workshops und Networking entstanden spannende Gespräche mit Vertreter:innen aus Krankenhäusern, Ministerien und Technologie­unternehmen.
Diese Begegnungen zeigten einmal mehr, wie wichtig unsere Rolle als Brücken­bauer zwischen IT und Gesundheits­wesen ist. Wir gestalten Systeme, die funktionieren – aber vor allem solche, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen.
Fünf Personen stehen lächelnd vor einer Kulisse mit verschiedenen Sponsorenlogos. Eine Person hält einen Fußball, zwei andere ein Schild mit der Aufschrift #eHealth. Sie sind in Business-Kleidung gekleidet.

Gemeinsam Zukunft gestalten

Das Austrian Health Forum Gastein 2025 hat gezeigt, dass Österreich bereit ist, den nächsten Schritt zu gehen. Prävention, Digitalisierung und Effizienz sind keine Gegensätze, sondern Bausteine eines modernen Gesundheitssystems.

Mit unserer Arbeit an der Schnittstelle zwischen Technologie und Versorgung leisten wir als scc group for healthcare einen entscheidenden Beitrag dazu. Wir entwickeln Lösungen, die Prozesse vereinfachen, Sicherheit gewährleisten und Menschlichkeit bewahren. Denn das Krankenhaus der Zukunft wird nicht nur digital – es wird besser, sicherer und menschlicher.

 

 

 

Das ganze Interview mit Bernhard Puscha können Sie auf DiePresse.com nachlesen.

Foto Credit ©Ben Kaulfus

Auf dem Weg zum „Patient:innen-Gesundheitssystem“

Wie kann Technologie das Gesundheits­wesen menschlicher machen? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Austrian Health Forum Gastein 2025 – und genau hier durfte die scc group for healthcare mitdiskutieren. Effizienz bedeutet im Gesundheits­wesen nicht nur Kosten­kontrolle, sondern Vertrauen, Wissen und Zeit. Wenn Digitali­sierung richtig eingesetzt wird, schafft sie Raum – für Menschlich­keit, für Gespräche, für bessere Versorgung. Ob SAP-Transformation, Prozess­design oder Datensicherheit: Wir gestalten Systeme, die funktionieren – und die den Menschen in den Mittel­punkt stellen.

Wenn auch Sie vor der IS-H-Umstellung stehen, sind wir gerne für Sie da!

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